2026 · Ausstellung in Buckow
Zum Alten Warmbad – im Haus der Touristinformation
Sebastian-Kneipp-Weg 1
https://kurstadt-buckow.de/kultur-veranstaltungen/touristinformation/
Bis zum 14. Oktober 2026

Foto: Tinka Wolf
Annähernd 50 Menschen waren in die Galerie »Zum Alten Warmbad« in Buckow (Märkische Schweiz) zur Eröffnung der Ausstellung »Martin Hoffmann –Gäste und Räume« gekommen.
Initiiert hatte die Ausstellung Astrid Kuhlmey, die am Abend die Einführung sprach. In kurzer Zeit ermöglicht hatte sie Riamara Sommerschuh von der Touristinformation Buckow. Sonja und Uwe Nagel boten Tinka, Anton, den Enkeln Rufus und Willem und mir die perfekte Herberge.
An zwei Tagen hatten Anton Wolf und ich die Bilder und Graphiken in dem Raum installiert, der wegen der Schrägen eigentlich ungeeignet schien für meine relativ großen Arbeiten. Diese Stunden mit unserem Sohn waren für mich pures Glück. Ganz schnell verständigten wir uns – und Antons Blick auf meine Arbeiten brachte Konstellationen zustande, die ich mir zuvor nicht hatte vorstellen können.
Die Idee, die Köpfe-Collagen an die Balken zu platzieren, hatte Tinka. Das hat zur Folge, dass sich Köpfe gegenseitig anschauen, die Betrachterin kann sich dazwischen begeben.


Riamara Sommerschuh eröffnete den Abend damit, dass sie berichtete, wie sie Anton und mich beim Aufbau erlebt hatte, und fand dafür Worte, dass ich merkte: Es ist aufgegangen, meine Wünsche beim Machen finden doch ein Echo.
Seinem Cello entlockte Mathis Mayr Töne und Tonkonstellationen, dass mir fast sofort die Tränen kamen. Im Augenblick entstandene Musik kam in perfekte Resonanz mit Geklebtem und Gezeichnetem. Nach dem ersten Stück erfüllte Staunen den Raum, nach dem dritten lautstarke Begeisterung. Unfassbar – was für ein Glück!
Astrid Kuhlmey legte nach den ersten Sätzen ihr Manuskript beiseite und sprach von ihren Begegnungen mit den Gästen aus Sperrholz und Papier. Astrids Worte waren so voller Zuwendung zu meinem Tun wie sie von der Anrührung und dem Anrührenlassen sprachen. Das stimmte „einfach“ – und das in vielen Aspekten.
Tinka und ich lasen Gedichte und kurze Texte von Róža Domašcyna, Elke Erb, Sarah Kirsch und Mascha Kaléko.


Fotos: Jan Faktor
Nach vielleicht einer Stunde kamen viele Gespräche zustande.
Ein Abend war gelungen. Alle hatten erlebt, dass Kunst einen an sich engen Raum weiten kann, dass vor 50 und mehr Jahren geschriebene Texte uns ergreifen und was Musik mit uns anstellen kann – jenseits erklärender Sätze.
Die Ausstellung ist bis zum 11. Oktober zu sehen.
Weitere Fotos – von Andreas Prinz – findet Ihr hier:
https://www.strausberg-live.de/fotogalerie.php?id=114929
2026 · Ausstellung in der Dorfkirche von Gammelin
bis zum 13. September 2026
Kirchenschlüssel bei:
Frau Pastorin Frauen, Pfarrhaus
Fam. Liefert, Schmiedestr. 11, Gammelin,
01577 8976147, 0172 6828395

Die Dorfkirche von Gammelin (etwa 15 km südwestlich von Schwerin gelegen) war am 14. Juni nachmittags mehr als gut gefüllt. Die Pastorin Wiebke Frauen begrüßte uns, die Musiker Michael Wöhrle und Joachim Schönberger spielten unter dem Barockengel ein Teehaus-Musikstück, eines von Bach und einen Charleston. Karl-Heinz Liefert, der die Ausstellung meiner Arbeiten initiiert und organisiert hatte, würdigte mit bewegten und bewegenden Sätzen die Collagen.
Dann hatte ich viele Fragen zu beantworten und bekam sehr viel Zuspruch. Mehrere Besucherinnen sprachen davon, wie sie sich angeschaut fühlen. Auch bestätigend für mich fand ich, dass meine „Gäste“ als solche angenommen wurden, kein Fremdeln aufkam, weil die Hintergründe dunkel sind oder die Bilder nicht gemalt wurden.
Die Ansprache von Karl-Heinz Liefert

mit Karl-Heinz Liefert
Die Fotos nahm Tinka Wolf auf.




Die Begrüßung von Pastorin Wiebke Frauen
Herzlich willkommen in der Gammeliner Kirche. Herzlich willkommen zur Sommerausstellung.
Ich freue mich, Sie hier begrüßen zu dürfen, Herr Hoffmann,, Sie haben sich mit Ihrer Kunst auf den Weg von Berlin hierher gemacht. Hierher bedeutet für Sie ein bisschen in die Familiengeschichte einzutauchen, hat doch Ihre Schwiegermutter Christa Wolff einige Zeit hier im Pfarrhaus gelebt und auch Gammelin in ihrem Roman Kindheitsmuster eingebaut.
Außerdem möchte ich unsere Musiker begrüßen: Michael Wölke und Joachim Schönberger. schön, dass Sie beide hier sind, wir freuen uns, dass Sie unsere Vernissage musikalisch rahmen.
Kunst verändert Wahrnehmung, fordert uns auf, anders und neu hinzusehen. Sie reduziert auf das nötigste oder übertreibt ins Maßlose. Kunst ist vieles erlaubt. In diesem Jahr stellen wir Werke des Grafikers Martin Hoffmann in unserer Dorfkirche aus. Kunst, die unsere Blicke an sich zieht, die uns auffordert, hinzusehen und wahrzunehmen. Kunst, die einen Bezug zu ihrer Umgebung herstellt. Ganz einfach, weil sie uns anzusehen scheint. Es sind Gesichter, Menschen. Die uns begegnen.
Ob wir uns anregen lassen, liegt an uns. Aber wir werden dazu aufgefordert. Von jedem einzelnen Gesicht, das hier hängt, anders. Ich glaube, in diesem Jahr braucht es Zeit und Ruhe, sich mit der Kunst auseinanderzusetzen, mit ihr ins Zwiegespräch zu kommen und uns dem auszusetzen, was unser Gegenüber, was je dieses Gesicht in uns auslöst. Wir werden angesehen und wir sehen an.
Und da schließt sich für mich ein Bogen zur Kirche, zur Theologie. Gott sieht uns an, er achtet nicht auf das sichtbare, sondern auf das unsichtbare. Er sieht uns mit dem Herzen an. Er nimmt uns wahr, wie wir sind im eigentlichsten, nicht in dem, wie wir uns anderen zeigen, nicht, wie wir etwas darstellen und präsentieren möchten. Bei Gott dürfen wir einfach sein und sind wertgeschätzt, geachtet und geliebt.
Für mich sind diese Gesichter genau dazu die Aufforderung, hinzusehen, hinter die oberste Schicht zu sehen und wahrzunehmen, was bei mir ausgelöst wird. So wird das, was ich sehe und wahrnehme, und das, was ich von mir zeige und darstelle, vielleicht auch, was ich verstecke vor anderen, im Hinsehen, im Wahrnehmen miteinander verbunden und geschaffen.
Sie sind herzlich eingeladen, sich noch umzusehen in aller Ruhe, etwas zu trinken, miteinander und mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen. Wir bitten herzlich um eine Spende zugunsten des Erhalts dieser Kirche. Wir haben die denkmalrechtliche Genehmigung zur Baumaßnahme der Ausbesserung der schlimmsten Mauerwerks- und Rissschäden erhalten, freuen uns aber noch über Spenden für die Finanzierung der Baumaßnahme. Damit wir noch viele Jahre, Kunstausstellungen und anderes hier feiern können. Vielen Dank.
Ich möchte Ihnen danken, dass Sie sich auf den Weg gemacht haben und ich möchte Herrn Liefert danken, dass er wieder eine Ausstellung für uns organisiert hat, ebenso ein Dank an Michael Wölke und Joachim Schönberger, die uns heute musikalisch unterhalten und zur Wahrnehmung auffordern, vierhändig am Klavier.
2026 · Ausstellung in Kleinmachnow
Vom 3. bis zum 31. Mai waren im Landarbeiterhaus Arbeiten von Gudrun Sailer und mir zu sehen.
Die Rede zur Vernissage hielt Rainer Ehrt, der Vorsitzende des Kunstvereins. Der Text
In den ehemaligen Wohnräumen mehrerer Familien präsentiert der Kunstverein Die Brücke Kleinmachnow mehrere Ausstellungen pro Jahr, bis auf eine präsentieren sie zwei Künstlerinnen bzw. Künstler.
Gudrun Sailer: https://www.gudrun-sailer.de/



Tinka Wolf fotografierte bei der Vernissage.

Bei der Finissage betrachten Besucherinnen meine Graphiken.
Foto von Corinne Holthuizen-Habermann